Klänge der Zeit
Mit Musik durch 800 Jahre – Lebuser Kinder komponieren Jubiläumslied
Wie klingt eigentlich eine 800-jährige Stadtgeschichte? Dieser Frage sind Kinder aus Lebus in den vergangenen Monaten nachgegangen – und haben ihre ganz eigene Antwort gefunden: in einem selbst komponierten Jubiläumslied.
Im Rahmen des Musikprojekts „Klänge der Zeit – Eine musikalische Reise durch 800 Jahre Lebus“ entwickelten Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren ein musikalisches Werk, das die Geschichte ihrer Stadt hörbar macht. Entstanden ist ein Lied, das historische Epochen, Stimmungen und Wendepunkte in Melodie und Rhythmus aufgreift – und dabei überraschend modern klingt.
Von den Anfängen der Stadt über bewegte Zeiten bis in die Gegenwart spannt das Stück einen musikalischen Bogen durch acht Jahrhunderte. Die Kinder arbeiteten mit Instrumenten, Rhythmus und Gesang, entwickelten Textideen und Klangbilder eigenständig weiter und brachten ihre persönlichen Gedanken zur Stadtgeschichte ein.
Begleitet wurden sie dabei vom Komponisten und Musiker Sebastian Undisz, der das Projekt musikpädagogisch leitete und die kreativen Impulse der Kinder in eine gemeinsame musikalische Form brachte. Unterstützt wurde das Projekt durch pädagogische Fachkräfte, die den Gruppenprozess begleiteten und stärkten.
Statt Geschichte nur zu lesen, wurde sie im Kinder- und Jugendhaus Lebus, wo das Projekt stattfand, hörbar und erlebbar gemacht. In vertrauter Umgebung konnten die Kinder experimentieren, ausprobieren und gemeinsam an „ihrem“ Lied arbeiten.
Seine Premiere feierte das Jubiläumslied im Januar beim Neujahrsempfang zur Eröffnung des Festjahres. Vor zahlreichen Gästen präsentierten die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Werk ein bewegender Moment, der mit viel Applaus gewürdigt wurde.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Oder und Bruchkultur e.V., der Burgschule Lebus und dem Heimatverein Lebus. Ziel war es, Kindern insbesondere im ländlichen Raum einen kreativen Zugang zur Stadtgeschichte zu ermöglichen und kulturelle Teilhabe zu stärken.
Ermöglicht wurde das Projekt durch die Finanzierung des BKJ e.V. (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V.), wodurch die Teilnahme für die Kinder kostenfrei angeboten werden konnte.
Auch nach der erfolgreichen Premiere soll das Lied weiterleben: Weitere Auftritte im Jubiläumsjahr sind geplant. Zudem wird geprüft, ob ein Musikvideo entstehen kann, um das Projekt dauerhaft festzuhalten.



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